Der „Lock Down“ und die Kosten für die Wirtschaft

Die ersten (noch leicht vorsichtig formulierten) Presseberichte werden bereits gezielt lanciert, um die Bevölkerung darauf vorzubereiten, dass man für „die Wirtschaft“ über Leichen gehen muss. Exemplarisch dafür steht der

heutige Bericht des ehemaligen Nachrichtenmagazins mit dem Titel: Was darf ein Leben kosten?

Mit spitzem Bleistift berechnen Gesundheitsökonomen (eine Berufsgattung, die nur der Kapitalismus hervorbringen kann), wieviel Geld man für die Rettung eines Menschenlebens investiert – und wie viel Gegenwert der Gerettete dann wieder zurück erarbeitet. Und genauso berechnet wird, ob der Nutzenzuwachs in der Lebensqualität überhaupt lohnt im Verhältnis zum Einsatz der Geldmittel. Und überhaupt: Warum soll die Arbeiterklasse weiterhin in der Isolation verharren, wenn ohnehin nur weitestgehend Alte und Schwache an Covid-19 verrecken? Das muss man doch mal fragen dürfen innerhalb unserer kapitalistischen Systempresse!

Das Budget für das Gesundheitssystem ist halt begrenzt, die Profitgier der obersten 10 Prozent aber natürlich nicht.

„It’s the capitalism, stupid.“

3 Gedanken zu „Der „Lock Down“ und die Kosten für die Wirtschaft“

  1. „Und genauso berechnet wird, ob der Nutzenzuwachs in der Lebensqualität überhaupt lohnt im Verhältnis zum Einsatz der Geldmittel.“

    Im Grunde machen wir Linke das ja auch. Wir sprechen den Superreichen den Nutzenzuwachs ab.

    1. Lieber Andreas,
      jetzt gibt es ein neues Experiment – das vorübergehende Absenken der Mehrwertsteuer ab Juli 2020: Mal sehen, ob da was durchsickert, oder ob bei gleichbleibenden Preisen oder deren Anstieg die Profite erhöht werden.

      Es darf gewettet werden. Eine direkte Erhöhung von Hartz IV fehlt. Es hängt alles von den „Unternehmern“ ab. Schöne Neue Welt!

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